Sep 262012
 

bewußt wähle ich diese Überschrift so, wie ich auch den Tod von Christy Schwundeck im Mai vergangenen Jahres übertitelt hatte, denn es ist egal auf welcher Seite des Schreibtisches der Tod zuschlägt. Es ist bestürzend und traurig, mehr kann man zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.

Andere sehen dies offensichtlich anders und lassen verlauten (link funktioniert nicht mehr),

Auch NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) war vor Ort und sprach Mitarbeitern und Angehörigen sein Mitgefühl und Beileid im Namen der Landesregierung aus. Schneider zeigte sich bestürzt: „Diese Tat ist durch nichts zu rechtfertigen. Weder durch eine schwierige private noch berufliche Situation.“ Die Tat zeige, welchem Druck und welchen Spannungen die Beschäftigten von Jobcentern ausgesetzt seien.

oder auch

Auch Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, zeigte sich nach der Tat entsetzt und betroffen und sprach den Angehörigen des Opfers sein Mitgefühl aus: „Nichts, aber auch gar nichts, rechtfertigt eine solche Handlungsweise.“ In den Jobcentern gebe es zwar diverse Sicherheitsmaßnahmen, ein Vorfall dieser Art sei aber leider nicht zu verhindern gewesen. „Unsere Mitarbeiter können sich nicht hinter Schutzglas verschanzen. Wir brauchen eine Vertrauensbasis mit unseren Kunden. Dazu müssen wir eine offene Behörde sein“, sagte er am Mittwoch in Nürnberg.

Das gibt mir Anlass zu einem offenen Brief an diese besagten Herren,

Herr Schneider,
wenn ihnen so daran gelegen ist, dass Mitarbeiter der JC ohne Druck und Spannungen arbeiten können, warum weisen sie die JC dann an, in rechtswidriger Weise ein Gesetz nicht zu beachten das sogar von der Regierung erlassen wurde, der sie als Arbeitsminister angehören! Das ist nicht nur rechtswidrig, das ist Rechtsbeugung.
Und dabei ging es nicht nur um 5 Qm Wohnfläche mehr oder weniger. Viele Menschen in den JC wurde damit dringend benötigter Wohnraum verweigert, weil er zu groß – das ist ohnehin rechtswidrig, oder aber zu teuer war. Sie haben leichtfertig, grob fahrlässig und vorsätzlich mit dem Leben – denn Wohnung ist die „zweite Haut“, von Menschen gespielt, haben Druck und Spannung aufgebaut und sind daher gänzlich ungeeignet sich dazu zu äußern.

Herr Alt,
ihre dümmliche Naivität oder menschenverachtende Ignoranz, das dürfen sie sich aussuchen, schlägt dem Faß den Boden aus.
Eine „offene Behörde“ soll das sein, die von Beginn an (ab 1.1.2005) sofort und bundesweit! die offenen Sprechzeiten abgeschafft und Zugang nur noch mit Termin gewährt hat? Die zum gleichen Zeitpunkt und ebenso bundesweit – flächendeckend und nicht nur vereinzelt, den Zugang durch Sicherheitspersonal versperrte und nur mit Termin Durchlass einräumte?
Allein durch diese zielgerichteten Methoden haben sie eine gewaltfördernde Atmosphäre geschaffen, denn welcher mündige Bürger lässt sich schon den Zugang zu einem öffentlichen Gebäude, aus Steuermitteln errichtet und betrieben, ohne Ärger und ff. Wut verbieten.
Bewußt und vorsätzlich wurde das SGB II geschaffen um Sozialhilfe und schlechter vermittelbare Erwerbslose inkl. Aufstocker zusammenzufassen, nicht nur um mit Schröder den „Niedriglohnsektor auszubauen“ sondern auch das Stigma der Sozialhilfeempfänger „Sozialschmarotzer“ auf einen größeren Kreis von „Überflüssigen“ auszudehnen und diese von in Sozialämtern geschultem Personal entsprechend „behandeln“ zu lassen.
„Vertrauensbasis“?
Welcher vernünftige Mensch vertraut schon seinem Zwangsbetreuer, selbst wenn dieser nur eine kleine Nummer in diesem schmutzigen Spiel ist.
Sie jedenfalls, als General in diesem Krieg gegen die Armen, haben sicher mit dem einen oder anderen „Verlust“ gerechnet – unter Generälen üblich und wozu sonst das „Verteidigungspersonal“, und könnten sich ihre geheuchelte Anteilnahme auch sparen, aber das gehört ja mit zu diesem „Spiel“.
Und so erfüllt sich schließlich die „Prophezeiung“ – erst das  Sicherheitspersonal, dann die Gewalt und schon war das Gewaltpotential Sicherheitspersonal „weitsichtig“ notwendig.

Schneider und Alt – schämen sie sich. Sie haben „gesät“, die bittere „Ernte“ müssen bedauerlicher- und tragischerweise – wie in Kriegen üblich, andere einfahren.

  17 Responses to “Tod im Jobcenter 26.9.2012”

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  1.  

    Antwort auf „Arbeitnehmer“ 02.10.2012 – 15.19 Uhr

    Schade, dass Du es vorziehst, bei „Hotte-Schelte“ zu verweilen und Dich zu sachlichen Fragen -auch meinen- bedeckt zeigst.

    Da ich nicht Hottes Sprachrohr bin, aber dennoch ähnliche Vergleiche (wie zu NS-Zeiten oder KZ-Schergen) bereits in der Vergangenheit ebenfalls nicht scheute, hierzu noch ein paar Anmerkungen aus meiner persönlichen Sicht:
    1.
    Auch die seinerzeitige Entmenschlichung der Opfer (überwiegend Juden) begann nicht erst mit der Reichsprogromnacht und/oder Deportationen. Ich anempfehle hierzu die Tagebücher des Victor Klemperer zu lesen, vielleicht wird auch Dir dann klar, dass „Vergleiche“ mehr oder minder auf der Hand liegen…am Anfang war die Sprache…
    2.
    Das „Unmenschliche/Böse“ kommt nicht zwingend psychopathisch oder mit Pferdefuß daher. „Das Böse“umzusetzen, hat nicht einmal etwas mit Hass auf die „Entmenschlichten“ zu tun. Es genügt völlig, sich kritiklos mit den „gesetzlichen Vorgaben“ zu befrieden und/oder es den 3 Affen gleichzutun…Dazu schrieb Hannah Arendt ausführlich…
    3.
    Dein Verweis Richtung Politik lenkt hier nur ab.
    Erinnerst Du Dich noch an den alten Spruch „Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“?
    Nun stell‘ Dir vor, es ist „Hartz4“ und die kleinen (SB)Räder drehen sich nicht (mehr) mit. Treffen eine Gewissensentscheidung, tun es ihren französischen Kollegen gleich…
    Niemand, der eine unmenschlichte und durchaus in Teilen als verbrecherisch zu definierende Sozialgesetzgebung mitumsetzt, ist frei von Verantwortung!

    „Ihr“ habt die Chance, „Ihr“ habt es in der Hand, etwas zu verändern.
    Lies Dir einfach die „10 Gebote für die Sicherheit von Jobcentermitarbeitern“ mit Ruhe durch, was ist für einen denkenden UND fühlenden Menschen in „Amt und Würden“ daran so schwer, diese umzusetzen? Liegt es wirklich nur an dem fehlenden „Franzosen-Gen“?

    nachdenkliche Grüße
    Ellen

  2.  

    liebe leser,

    die erlebte gewalt, welche täglich auftritt, ist in einer studie der unfallversicherung nrw sowie weiteren institutionen wie z.b. der berufsgenossenschaft und der polizei, sehr präzise festgehalten und untersucht. es sind also sehr klare fakten, an denen nicht zu rütteln ist. es wurden in der studie jobcenter verschiedener größen (jobcenter in großständen und auch jobcenter in ländlichen regionen) untersucht und deren mitarbeiter (und zwar aus allen kundennahen bereichen) mehrere jahre begleitet und befragt.

    zum thema sicherheitsdienste kann ich aus sehr sicherer quelle sagen, das ein bruchteil der jobcenter solche installiert haben. es sind in der regel jobcenter in großstädten und jobcenter, die in der vergangenheit nach sehr schweren vorkommnissen einen sicherheitsdienst installiert haben.

    ich bitte viele von hier, wenn sie hier schon den anspruch erheben, die wahrheit zu kennen, über den tellerrand hinauszuschauen. nur weil es in dem jobcenter, wo ihr / sie leistungen beziehen einen sicherheitsdienst gibt, heißt es nicht, dass es sie bundesweit gibt.

    zum tragischen fall der frankfurter jobcenterkundin möchte ich nur zwei abschließene sätze sagen.
    die kundin wurde von der polizei getötet, nachdem diese einen polizisten mit einem messer angegriffen hat und zum teil erfolgreich war. das jobcenter war an dieser „tötung“ nicht beteiligt, deswegen ist der satz der in einem vorherigen beitrag fiel (sinngemäß) „es gibt tote auf beiden seiten des schreibtisches“ eine unheimlich dumme feststellung, denn sie ist überhaupt nicht realitätsnah, sondern im gegenteil hetzt sie nur unnötig und teilt menschen die tagtäglich miteinander umgehen in zwei lagern auf.

    überdenkt eure beiträge, denn hier geht es um einen menschen der umgebracht wurde und nicht um die frage ob hartz iv richtig ist oder nicht.

    schönes wochenende!

    •  

      hallo lieber Kollege „arbeitnehmer“,
      nun, ich pflege zu denken bevor ich schreibe und ich sehe nichts was ich korrigieren müsste.
      Wenn du Quellen anführst, solltest du sie auch konkret bezeichnen und verlinken, sonst bleibt es eine unbewiesene Behauptung.
      Tatsache ist, dass alle Jobcenter die ich kenne und von denen ich über Kollegen weiß – und das sind bundesweit reichlich, mit dem 1.1.2005, d.h. mit Inkrafttreten des SGB II und folglich ohne vorherige Vorkommnisse, Sicherheitsdienste beschäftigt haben. Mir ist kein JC bekannt, dass keinen SD hat.
      Zu Christy S. sei dir u.a. folgender Artikel empfohlen
      http://www.spiegel.de/panorama/justiz/verfahren-gegen-polizistin-eingestellt-die-frau-in-jobcenter-erschoss-a-823155.html
      in dem u.a. beschrieben wird, dass ihr Angriff auf den Polizisten abgeschlossen war und alle Personen sich außer Reichweite befanden. Sie wurde aus ca. 2,5 – 3 Meter Entfernung erschossen.
      Was an dem Satz „…wird es weitere opfer auf beiden seiten des schreibtisches geben…“ falsch, dumm oder hetzerisch sein soll, erschließt sich mir nicht, im Gegenteil.
      Alle hier bedauern auch den Tod der JC-Mitarbeiterin, denken aber über den Tellerrand hinaus, indem sie die Ursachen dieser sinnlosen Tode zu ergründen suchen/benennen.
      Nur das hilft weiter, so die Verantwortlichen endlich Vernunft annehmen.

      fG

    •  

      Auch ich bedaure einen weiteren, so sinnlosen und vermeidbaren Tod.

      Der Tellerrand ist flach, sehr flach…sei versichert, ich kann darüber schauen. Und an der Aussage, es gab auf „beiden Seiten des Schreibtisches Tote“ ist sachlich richtig.
      Der unterschwellige Seitenhieb bezüglich des Sicherheitsdienstes in „unseren“ Jobcentern impliziert, dass hier lediglich SGB2-Bezieher schreiben.Du irrst auch hier.
      Warum dies Deinerseits überhaupt Erwähnung findet, erschließt sich mir nicht, es sei denn, ich würde Dir unschöne Motive unterstellen…
      Sachlich geht anders.
      Ich möchte den Tod Frau Schwundecks nicht noch einmal hervorheben,aber auch hier sei Dir gesagt, dass nicht alles, was Du zu unumstößlichen Fakten erklärst, auch welche sind! Esgibt nach wie vor Ungereimtheiten, da setze Dich mal mit den Aussagen der anwesenden SB auseinander und vergleiche diese mit der (überwiegenden) Medienschreibe…

      •  

        liebe ellen, lieber hotte,

        danke für eure reaktionen.

        gerne komme ich hottes forderung nach, meine quellle, auf welche sich meine behauptung stützen zu nennen: http://www.dguv.de/inhalt/presse/2011/Q2/abba/index.jsp

        ich glaube, wir alle sind uns einig, dass es keinen tot/mord gibt, der durch irgendetwas legitimiert ist. und wir sollten uns auch allle einig sein, dass keiner auch nur daran denken sollte, eine begründung oder gar eine rechtfertigung dafür zu finden.

        hotte du kannst sicher sein, dass meine aussage, nur ein bruchteil des jc hat einen sicherheitsdienst installiert der tatsache entspricht. ich arbeite selber in dieser institution und bin in einem sehr regen austausch mit anderen jc und dementsprechend gut informiert.

        ich bleibe dabei, die aussage, dass es tote auf beiden seiten des schreibtisch geben würde, ist falsch. es hat noch kein mitarbeiter des jobcenters einen kunden ermordert. meines wissens nach, ist die kundin aus frankfurt nicht von einem mitarbeiter des jobcenters umgebracht worden sind. sollte dies anders sein, bitte ich, entsprechende quellen zu geben.

        von täglicher erlebter gewalt kann ich aus eigener erfahrung zur genüge berichten.

        ich wünsch euch eine gute nacht,

        arbeitnehmer.

        •  

          hallo Kollege „arbeitnehmer“,
          leider gibt die verlinkte Studie weder Auskunft über die strukturelle, institutionelle noch die persönlich motivierte, psychische Gewalt von seiten der JC-Mitarbeiter gegenüber den „Kunden“ obgleich gerade die in zigtausend Fällen erfolgreicher Klagen dokumentiert ist.
          Die Studie ist also untauglich das Verhältnis der Gewalt unparteiisch aufzuzeigen, aber das war ja auch nicht das Ziel, im Gegenteil.
          Trotz der mehrfachen Betonung relativ bis sehr seltener tatsächlicher körperlicher Übergriffe, werden, schlicht und einfach um das angebliche Aggressionspotential der Kunden zu erhöhen, „Verweigerungshaltungen“ als Aggressionen eingestuft.
          Selbst da wo die Aggressivität der MA nicht verschwiegen werden kann, wird diese lediglich als Auslöser oder Verstärker der Kundenaggressivität klein bzw. schön geredet. Ähnliche „Spielchen“ durchziehen weite Teile der Studie.
          Da sie aber sehr umfangreich ist, werde ich sie in diesem Rahmen nicht weiter besprechen.
          Bzgl. der Sicherheitsdienste bleibt deine Behauptung falsch, selbst kleinste JC-Einheiten haben SDe.
          Gleiches gilt für deine ominöse und falsche Interpretation das „Tote auf beiden Seiten des Schreibtisches“ mit Ermordung des jeweils anderen gleichzusetzen ist. Mithin ist auch der von dir gefordete Beweis (Quelle) überflüssig.
          Wir erleben durch glaubwürdige Berichte auch von Beiständen die permanent ausgeübte psychische Gewalt durch MA der JC, vorwiegend der abgeordneten Sozialamtmitarbeiter, die selbst vor gröbsten Rechtsbrüchen nicht zurückschrecken, auch dies nachzulesen in zigtausenden Klagen.
          Die Häufigkeit der angeblich gegenüber MA erlebten Gewalt wird nicht nur durch die Studie ad absurdum geführt, s.v., auch wir bezweifeln dies nach eigener Beobachtung insofern, als wir mehrfach die Frequentierung verschiedener JC zu unterschiedlichsten Zeiten gefilmt haben – Ergebnis, jeweils völlig menschenleere Flure auch über längere Zeiträume. Evtl. sprichst du mit der erlebten Gewalt ja auch das in der Studie erwähnte mobbing an. Schließlich ist ja durchaus nicht jeder MA mit der behördlichen Gewalt, Sanktionsquoten, etc. einverstanden.

          fG

          •  

            lieber hotte,

            vorwerg, die gewalt die mitarbeiter der gegenüber den kunden ausüben ist die staatsgewalt. ein jeder beamte einer finanzverwaltung oder der bundesnetzagentur übt staatsgewalt aus. so etwas muss aber in keiner studie erwähnt sein, denn es gehört zu den rechtsstaatlichen prinzipien. sodass ich hoffe, dass ich dir ein teil deiner frage damit beantworten konnte.

            da ich dich nichts frage, musst du auch keine Antworten geben. Die institutionelle und persönliche Gewalt von der ich spreche, sind das behördlich geduldete/angeordnete, persönliche Fehlverhalten von Mitarbeitern, wie gesagt, dokumentiert in zig tausenden Klagen. Aktuell z.B. „…wenn ich die Kontoauszüge nicht ungeschwärzt erhalte (kein Verdacht auf Missbrauch o.ä.), bearbeite ich den gesamten Antrag nicht!“

            die verweigerungshaltung als eine form der gewalt ist eine definition die die weltgesundheitsorganisation (who) und die internationale arbeitsorganisation ILO der vereinten nationen nutzt um gewalt zu mussen. dies ist eine wissenschaftlich anerkannte methode dies zu messen.

            (ILO) Sie beschreibt Gewalt am Arbeitsplatz als „jede Handlung, Begebenheit oder von angemessenem Benehmen abweichendes Verhalten, wodurch eine Person im Verlauf oder in direkter Folge ihrer Arbeit schwer beleidigt, bedroht, verletzt, verwundet wird.“ Wenn ein „Kunde“ die x-te unsinnige Maßnahme ablehnt und dafür mit Sanktionen bedroht wird – Wer bedroht dann wen? Bitte verschone mich mit deinen täterzentrierten Scheininterpretationen.

            ich wundere mich über deine hartnäckige haltung, was das thema sicherheitsdienste angeht, ich kann und will sie nicht ändern. nur sei gewiss, dass dein kenntnisstand anscheind nicht auf dem neuesten stand ist.

            mein kenntnisstand ist sicher aktuell und das bereits seit ca. 30 jahren, denn solange kenne ich Sozial- und Arbeitsämter bereits aus beruflicher Praxis, weiß also was „gestern“ war und heute ist.

            zu deiner bemerkung mit den klagen möchte ich die ein paar dinge sagen.
            der gesetzgeber hat, als er dieses furchtbare gesetz geschaffen hat, gröbste handwerkliche fehler gemacht. schon allein ander zahl der änderungen des gesetzes lässt sich erahnen, wie „robust“ es ist. die situation mit einem solchen gesetz zu leben ist schwierig, auf beiden seiten des schreibtisches. wenn du ein gesetz ändern willst, sollte dein appell sich an die gesetzgeber richten und nicht an die jobcenter, denn hier ist eindeutig die legislative gefragt und in der pflicht.
            da es schwieriger ist, ein solches anliegen an die politik heranzutragen, kann ich es gut nachvollziehen, dass es einfacher ist die wut und den ärger über dieses gesetz an die jobcenter zu richten die es ausführen müssen. nur ändern wird dies nix. da wird dann hier und da von gerichten entschieden, dass den widersprüchen stattzugeben ist, aber dieser weg löst nur das problem eines einzelnen und nicht das problem mit dem gesetz. ein interessanter fakt dabei ist, dass die zahl der widersprüche zwar auf einem hohen nivaue ist, aber die zahl der durch die gerichte zurückgewiesenen widersprüche ständig steigt und auf einem sehr hohen nivaue liegt. ich sende dir exemplarisch eine pressemitteilung des jobcenters münchen genau zu diesem thema

            http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0CDAQFjAC&url=http%3A%2F%2Fwww.muenchen.de%2Frathaus%2Fdms%2FHome%2FStadtverwaltung%2FSozialreferat%2Fjobcenter%2Fveroeffentlichungen%2F2012-04-04_pm_widersprueche.pdf&ei=8JhqUPWCD-Op0QX7p4GoBw&usg=AFQjCNGQAPZbmFl7n9XZOVT9Bt6WKboDTA&cad=rja

            dazu abschließend wie folgt,
            1. niemand ist gezwungen für ein „furchtbares“ Gesetz zu arbeiten, die Abordnungen aus Sozial- und Arbeitsamt sind m.W. freiwillig. Selbst im KZ zu arbeiten war nie erzwungen, es gibt nicht einen (1) dokumentierten Fall einer Aburteilung o.ä.
            2. aufgrund meiner langen Erfahrung kenne ich verschiedene „Typen“ die dort (JC) arbeiten, manche (ver)zweifeln an der Arbeit, andere lassen den Alltag locker hinter sich, und etlichen macht es auch richtig Spaß. Allen gemeinsam ist, dass sie sich nicht, wie ihre französischen Kollegen, aufraffen können/wollen gegen dieses „furchtbare“ Gesetz etwas zu unternehmen, z.B. allein schon durch angemessenes Verhalten gegenüber ihren Kunden, das müssen wir jedem einzelnen erst mühsam einbleuen – mach ich aber gerne.
            3. wann ich wo was an wen herantrage, das überläßt du mir,
            4. eine Pressemitteilung eines Jc hat für mich keinerlei Relevanz

            bei filmen die mir leere flure zeigen sollen, bin ich, entschuldige meine angeborne skepsis, ein wenig kritisch. erstens kenne ich sie nicht, zweitens können sie auch in einem lehrstehenden zu vermietenden gebäudekomplex entstanden sind.
            mich würde interessieren, ob ihr auch eine drehgenehmigung beantragt habt, wenn ihr im „jobcenter“ aufzeichnungen gemacht habt?

            ich filme wann und wo ich will, nur Persönlichkeitsrechte sind für mich relevant

            zum thema mobbing musste ich ein wenig über deinen schlusssatz schmunzeln, denn, hättest du dir die mühe gemacht, diese beträchtliche studie zu ende zu lesen, würdest du nachlesen können, dass gerade die gute atmosphäre und die kollegialität dafür verantwortlich sind, dass mitarbeiter in den jobcentern bleiben. diese werte sind besonders gut!
            auch hier, von etlichen abgeordneten MAn der BA weiß ich um die „gute“ Atmosphäre und die „Zusammenarbeit“.

            mobbing gibt es sicherlich auch, aber ich glaube, überall wo menschen zusammenarbeiten und aufeinander treffen kann so etwas entstehen, vielleicht ja auch in erwerbloseninitiativen?! ich vermute schon, wenn ja, wäre ich erleichtert, würde es mir doch zeigen, dass auch dort menschen sitzen 🙂

            den letzten satz, bitte nicht ernst nehmen; verkneifen konnte ich ihn mir trotzdem nicht..

            Vorsicht, das Eis wird dünner auf dem du dich bewegst, denke dran, wir befinden uns hier nicht in einem forum, das auf Zugriffszahlen angewiesen ist. „Erleichterung“ über mobbing als menschliche „Ausdrucksform“? Kein Wunder das du Schwierigkeiten hast bestimmte hier angeführte Dinge nachzuvollziehen.

            euer
            arbeitnehmen

            fG
            hotte

        •  

          Hallo „arbeitnehmer“,
          in einem Punkt sind wir uns i.d.T. einig:
          Ein Gewalttod -durch wen an wem auch immer verübt- ist niemals zu rechtfertigen.
          Eine Erklärung jedoch für gewaltbereites Verhalten finden zu wollen, ist richtig und wichtig und auf jeden Fall legitim!
          Wenn Hintergründe nicht erkannt werden (wollen), bleibt es bei dem Herumdoktern an Symptomen.

          Bzgl. der Sicherheitsdienste:
          Um Details kann und will ich jetzt nicht streiten, ich vermute mal, Hotte steht hier definitiv mehr Zahlenmaterial zur Verfügung als mir, wobei aber auch meine pers. Erfahrung als Beistand in bundesweit ansässigen JC immer die gleiche ist/war:
          Es ist stets ein SD präsent.Ausnahmen dürften hier lediglich die Regel bestätigen…

          Davon ab, lauten aber die -von Dir umschifften- Fragen:
          Warum wurden diese (größtenteils) flächendeckend eingesetzten Securities zeitgleich mit Enstehen der Argen überhaupt (!) installiert?
          Einmal mehr – cui bono – ?
          Rechnete „man“ also bereits in 2005 mit „Überreaktionen“?
          Dies dürfte, folgert man logisch, zu bejahen sein.
          Ein Bejahen beinhaltet aber, dass bereits bei Einführung von „Hartz4“ die Brisanz -und damit die Ungerechtigkeit, die Pervertierung der „Sozial“Gesetzgebung- den Machern und Umsetzern bewusst war.
          Kein Sozialamt sah zu BSHG-Zeiten die Notwendigkeit von „Sicherheitsdiensten“, noch heute steht kein „Externer“ vor den Türen der Bau/Finanz oder sonstiger Ämter.
          Auch dies sind Behörden, die großen Einfluß auf das monetäre Wohl und Wehe von Bürgern haben, die Möglichkeit zur persönlichen Demütigung und Entrechtung jedoch fehlt weitestgehend.

          Dein Aufspalten bzgl. „Tod auf beiden Seiten des Schreibtisches“ ist in meinen Augen zu kurz gefasst – wobei wir wieder bei meinem o.a. „Ausblenden von Erklärungen“ angelangt wären –
          Selbstverständlich hat bisher kein JC-MA bisher UNmittelbar getötet.
          So gesehen ist Deine Darstellung richtig.
          Was aber ist mit mittelbaren Zusammenhängen? Kausalität, Interdependenz?
          Am Beispiel Frau Schwundecks aufgezeigt:
          Die RECHTSWIDRIGE Verweigerung eines Vorschusses war der erste Dominostein, der die „Kette“ so tragisch zum Umstürzen brachte!
          Was ist mit Hungertoten wie Andre Kirsch?
          Was mit Suiziden?
          Keine (!) Handlung bleibt ohne Folgen, auch eine devote („ich folge nur meinen Anweisungen“) Haltung kann Ursache für Elend und Tod sein.

          „Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem das Messer in den Bauch stechen, ihm das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen in den Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw.
          Nur weniges ist in unserem Staat verboten“
          Bertolt Brecht

          Wenn man also von „Schuld“ sprechen will, darf man Zusammenhänge nicht ausblenden.Dies ist ein, meiner Meinung nach, viel zu vereinfachtes Weltbild:
          Ich blende Ursachen aus und beziehe mich nur auf die Wirkung…

          fG
          Ellen

          •  

            lieber hotte,

            ich bin verwundert das ein moderator, der, du hotte, offenbar bist, einfach so in meinem beitrag rumschreibt. das finde ich nicht in ordnung. schließlich mache ich mir ja auch die mühe jeden absatz deiner reaktion, sofern ich sie ich kommentieren möchte, in einem späteren beitrag zusammenfasse.

            der kz vergleich ist völlig daneben und geschmacklos. oftmals erlebe ich, dass vergleiche aus der zeit des nationalsoziallismus oft die letzte argumentation sind.
            mehrere zehntausende menschen die für das jobcenter arbeiten und millionen von kunden die hier leistungen zu beziehen in solch einer form zu beleidigen, finde ich nicht in ordnung und wenn du „beruflich“ mit solchen institutionen zu tun hast, finde ich es auch unprofessionell.

            ich will einiges zu deinen aufzählungen sagen. zu

            1) kz-vergleich habe ich im letzten absatz bereits kommentiert.

            2) die „typen von menschen“ triffst du dort natürlich an. das ist keine neue entdeckung. diese typen von menschen triffst du in der bäckerei genauso an wie bei der müllabfuhr oder in der poltik. es ist aber gut, dass du das erwähnst, denn man muss sich eben vor augen führen, dass dort menschen arbeiten die sich nicht von anderen menschen unterscheiden.

            3) ich wollte dir für deinen ärger und auch deine wut über dieses gestz nur einen geeigneten „kanal“ (-> die politik) zeigen. man kann aber auch gerne gegen das jobcenter wettern, wenn mann hartz iv abschaffen möchte. es wird aber nur standartisierte schreiben des kundenreaktionsmanagment produzieren. so kann man seine zeit auch verbringen.

            4) natürlich haben fakten keine relevanz, wenn man schon eine felsenfeste meinung hat, das geht mir auch so 🙂

            ich freue mich, dass du persönlichkeitsrechte ehrst, nur hast du die betroffenen mitarbeiter, sofern du welche gefilmt hast, auch um erlaubnis gefragt? vermutlich geht mich das nix an. 😉

            ich verbitte mir, mir den eindruck zu unterstellen, ich würde mobbing begrüßen oder tolerieren.

            ich sagte, dass mobbing überall auftreten kann, wo menschen auf menschen treffen und wo menschen eben zusammenarbeiten. das kann eben überall sein, im jobcenter und eben auch in einer erwerbsloseninitiative.

            freundliche grüße,

            arbeitnehmer

            PS: ich hoffe, dass mein beitrag nun frei von irgendwelchen fettgedruckten texten etc. bleibt, sodass ich sicherstellen kann, dass daran nicht geändert word ist. danke.

            Sicherstellen kannst DU das natürlich nicht. Dein Beitrag wurde aber nicht verändert, ich fälsche und betrüge nicht – jedenfalls nicht so offensichtlich 😉
            fG
            hotte

    •  

      lieber „arbeitnehmer „..

      nun ja, dein nick suggeriert , das du noch in lohn &brot stehst und kein unkündbarere beamter bist ..es sei dir ja auch gegönnt..ich hoffe und wünsche dir von ganzem herzen, das du , durch deiner hände arbeit so leben kannst,das für dich die finanziellen sorgen der anderen wie „grimms märchen „klingen .

      aber, ich lege dir ans herz, mach dir mal gedanken , wieviele monate dich, bei jobverlust , von finanziellen sorgen trennen würden, von der auffgabe deines lebenstils, der abgabe aller,für dich relevanten vermögenswerte an den staat (auch wenn es ggff werte sind, die mehr idiellen charakter haben sollten wie erinnerungsstücke )..naja.. das zauberwort heisst „schonvermögen „hm…und wenn man vielleicht bedenkt , wie lange du für dieses /jjenes gearbeitet/verzichtet hast ..nun ja, ich frage dich dann mal, wie du dich fühlst , wenn es dich betrifft und du alles „verscherbeln „musstest , bis eben auf dieses schonvermögen .

      wenn du zum amt gehst , in der hoffnung , das du dort hilfe bekommst …ne arbeit vermittelt bekommst , damit du dann wieder ne lebenswerte zukunftsperspektive hast (und deine familie auch, wenn du eine haben solltest )..um wieder neu anzufangen , auf nen „grünen zweig „zu kommen…ja, geld macht nicht glücklicher , aber es beruhigt ,und dann wird man dir ne massnahme vorschlagen , welche du auch dankbar annimmst ..naja, dann sitzt du, über monate , faltest tüten , wie im knast und /oder lernst , das der computer nen knopf zum ein,-/ausschalten hat , als hättest du das nich vorher schon gewusst .

      nen arbeitsplatz kriegst du mit deinen neu erworbenen kenntnissen nich..aber, man hat dir die lebenszeit geklaut ..naja, hättest du die „weiterbildung „nich gemacht , dann hätte man dir dein existenzminimum gekürzt und das fällt ja logischwerweise auch auf deine familie zurück (wenn du eine hast )..die dürfen sich dann auch bescheiden :(..

      bist du allein, kannst du dir selber ausrechnen , was ne sanktion in schritten 10/30 /60 /100% deines regelsatzes ausmachen …soviel zu selbstbestimmten leben und /oder freie berufswahl ..achja…was man dir vermitteln kann sind jobs bei zeitarbeitsfirmen ..da kriegste dann e tag vorher gesagt , wo du am nächsten tag schaffen kannst ..haste kein geld für benzin und kannst nich hin-sanktion (klar, davon wird das geld dann mehr :()..willste den job nich , weil zu gering bezahlt/zuviel finanzielle aufwendung , um überhaupt arbeiten zu können -sanktion !

      ach weisste , die beispiele könnten wir seitenweise hier aufzählen ..nur,ich will dich ja nicht von der selbständigen information abhalten ..nur soltest du auf irgendwelche ELO-foren stossen ..hm, die werden dir vorkommen , wie ein „club der märchenerzähler „..alles frustrierte , wütende ..klar, völlig grundlos, nich ?

      nun ja…ich vermute mal der spruch „wies in den wald reinruft , kommts wieder raus „is dir nich unbekannt…naja, klar, is keine einbahnstrasse , is mir klar , nur…wenn ein „gut „wie ein leben bei einem amt „verwaltet „/bestimmt wird, dann denke ich , muss es dafür auch ne gewisse vertrauensbasis geben ?

      gibts die, wenn einfach so , nach „gusto „unterlagen „verschwinden „die zur berechnung von leistungsansprüchen wichtig sind (na…wo sollen die in einem amt denn hin verschwinden ?die können ja nich raus laufen , oder?also, frei nach dem spruch „wer ordnung hält st nur zu faul zum suchen „..mach das mal in der freien wirtschaft , das du deine unterlagen nich mehr findest..mal sehen, was dein chef sagt, wenn ihm ein finanzieller nachteil entsteht ?)also, dem betroffenen finanzielle nachteile entstehen (nicht nur ihm …nöö, der GANZEN familie, vom säugling bis zum greis )über wochen , im schlimmsten falle monate ..na, da ist der abgeschaltete strom noch fast das kleinere übel 🙁

      also..mal so e paar tage /wochen kein geld …oder, eben kein geld , weil eben ein SB was nicht finden konnte, zum x-ten mal den selben nachweis verlangt und deinen antrag deswegen nicht bearbeiten kann..aber, im gegenzug sind miete zu zahlen /strom ….klar…das „sitzt „man aus, wie die kanzlerin die krise :)..achwas…wut /ärger …was ist das (in diesem zusammenhang )?

      und..du immer wieder aufs amt „eingeladen „wirst (na, ne EINLADUNG kann ich ablehnen , ohne das meine existenz bedroht ist /wird )..um deine „berufliche situation „zu besprechen ..naja..nach 3 jahren arbeitslosigkeit hast du keinen beruf mehr, giltst als ungelernt ..also, bitte , welche berufliche situation soll besprochen werden ?

      und…du kommst in dieses ÖFFENDLICHE gebäude…das JC…da stehen in der tür e paar „kleiderschränke „aufgebaut ..die stehen da(bedrohlich ), egal ob ne frau mit kind durch den eingang geht , e behinderter …e gewaltbereiter mann /frau …und..sie fühlen sich als „wer „..klar, sie haben arbeit , freilich , sie verdienen auch nicht das „manna „und stocken häufig auch mit ALGII auf, aber, sie sind was „besseres“und , gemäss der menschlichen „hackordnung „lassen sie es auch spüren ..sie dienen ihrem herren..die hand, die einen (vermeindlich )füttert beisst man nicht , wer will denn selber auf dem flur sitzen, wo man an der eingangstür, bei seinen ehemaligen kollegen, sein „menschsein „abgeben muss, zur bedarfsgemeinschaftsnummer wird und wo sein leben von wildfremden verwaltet/bestimmt wird , die den namen dessen, der vor ihnen steht , nicht kennen ?

      glaubste nich ?

      naja..wenn es so toll ist und völlig unproblematisch ist , hartzIV-empfänger zu sein ..lass es drauf ankommen ..reih dich ein !
      und ..ein paar jahre später, reih dich ein in die „schlange „der „verbrauchten „, der alten /kranken /behinderten die ihre renten mit grundsicherung aufstocken (müssen )..und dann melde dich nochmal hier und wir fragen dich, wies dir so ergeht /ergangen ist .

      und dann reden wir nochmal über wut (berechtigt /unberechtigt )über den umgang mit menschen im amt /durch das amt ..über das SYSTEM,(hartzIV) welches durch menschen beseelt wird /umgesetzt wird , mit all seiner konsequenz , auch auf DEIN leben …wenn du es dann noch erlebst , und das bei voller phsychischer /physischer gesundheit ..ich werde auf deine meldung warten !!!!!!!!!!!

      nichts desto trotz ist eine solche tat wie in neuss nicht entschuldbar …nur erklärbar …der täter ist genauso ein opfer, wie das opfer vermutlich auch täter war …

      einen ausbruch aus diesem kreislauf der gewalt würde nur eine abänderung des systems zu gunsten dessen bringen , was man früher den „guten ton“nannte (höflichkeit )..arbeitsplätze, die alternativen und lebensperspektiven bieten, ein SELBSTBESTIMMTES leben ermöglichen ..die abschaffung von generalverdacht des betruges /schmarotzertums und „strafwürdigket „eines jeden ELOS (bis in den hungertod /obdachlosigkeit hinein )

      und..welchen erzieherischen effekt hat eine angedrohte strafe (sanktion )wenn es das , was sie erzwingen soll , nicht gibt ..nämlich ausreichend arbeit für alle,(oder wenigstens die arbeitslosen…sind ja auch e paar millionen )die ein selbständiges, nicht vom amt „subventioniertes „(und kontrolliertes )leben ermöglicht…wo ist der erzieherische effekt der(ständig angedrohten ) strafe ..ausser, jeden noch mehr unter druck zu setzen, seine arbeitskraft für e „appel und e ei „zu verkaufen..ansonsten droht HARTZIV…ein leben lang !

  3.  

    Soso. Die Tat zeigt also nicht, welchem Druck und welchen Spannungen die sogenannten „Kunden“ der Jobcenter ausgesetzt sind?

    Frechheit.

    Und dann soll sich die Behörde mal anstrengen, wieder eine offene Behörde zu werden. Stasiähnlich genug sind die Jobcenter ja mittlerweile … (Sorry.)

  4.  

    „wer gewalt sät , wird sturm ernten “

    mein mitgefühl gilt freilich den angehörigen der getöteten, denn , wer rechnet schon damit , abends keine mutter /frau /schwester /tochter zu haben .

    solange wie es dieses system HARTZIV geben wird, wird es weitere opfer auf beiden seiten des schreibtisches geben ..denn , wenn menschen in ihrer existenz über jahre bedroht sind /werden …sind sie zu allem fähig !

    diese „moralinsauren „kommentare von herrn alt /schneider ..sind so überflüssig wie ein kropf, denn sie sind nicht unerheblich an der „verrohung der sitten „auf den JC beteiligt .

    wobei …auch in anderen ämtern wundert es mich nicht mehr, wenn menschen ausrasten ,denn ÄMTER (allgemein )besser, ihre mitarbeiter haben wahrlich „allmachtsphantasien „und diese werden zu einer wahren „geißel „für den normalen bürger , der sich nach allen richtungen wehren muss.

    nur..einen einzelnen mitarbeiter zu bekämpfen(in der art und weise ) …naja, bekämpft man einen , setzt sich in hunderten diese menschenverachtende ideologie noch fester, wie sie ohnehin schon verankert ist ..auch nicht unbedingt ein beitrag zur entspannung der lage, die einzig und allein der politik geschuldet ist , die die menschen vor /hinter den schreibtischen aufeinander hetzt und „kollateralschäden „einrechnet ..provoziert , um ihre interessen zu verfestigen und eine „handhabe „sucht /hat , um noch mehr kontrolle /überwachung zu etablieren und noch mehr rechte zu beschneiden und mit „fadenscheinigen „begründungen ausser kraft zu setzen .

    •  

      liebe carola,
      stimme ich allem zu bis auf deinen Eingangssatz, sie säen Sturm aber die (bittere) Ernte erfahren andere.

      lG

  5.  

    Bei aller Bestürzung über ein weiteres sinnloses Sterben kam beim Lesen des WDR Artikel alter Zorn in mir auf, denn einmal mehr wurde Frau Schwundeck als „randalierende 39Jährige“ dargestellt.
    Ansonsten kann ich Dir nur beipflichten.

    Bezüglich des offenen Briefes:
    Denkst Du auch, es wäre sinnvoll, diesen nicht nur auf wordpress zu veröffentlichen?
    Ich bin so frei und ziehe ihn mit Quellenverweis in eine der Kategorien meines Blogs, bin aber der Ansicht, scharf-links und/oder Indymedia ect. wären eine geeignete Plattform mit weitaus größerem Zugriff.
    lG
    Ellen

    •  

      liebe Ellen,
      du hast in Bezug auf Christy Schwundeck natürlich recht, ich wollte nur diese Dinge nicht vermischen. Die beiden Passagen in dem Artikel sind eine Frechheit weil definitv falsch
      1. Jobcenter beschäftigen teilweise Sicherheitsdienste
      wie ich ausgeführt habe wurden SDe sofort und ohne ein Anzeichen von irgendeiner Gewalt flächendeckend installiert,
      2. Übergriffe gegen Jobcenter-Mitarbeiter sind nicht selten
      die angeblich massenhafte („täglich“) Verweigerung von Maßnahmen hat hierin ebenso wenig etwas zu suchen wie die Behauptung des ständigen („immer wieder“) Alkohol- und Drogen“einflusses“. Auch könnte sich der WDR et.al. bzgl. des Todes in Frankfurt an offiziellen Fakten/Aussagen orientieren, „…Fr. S. war ruhig, weigerte sich lediglich das JC ohne die erbetene Hilfe zu verlassen…“, „…ein Messer habe ich nicht gesehen…“, etc.
      Wie gesagt er könnte…doch das ist ein anderes Blatt.

      lG

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(benötigt)

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