Feb 222012
 

Nun bekommen wir ihn endlich, den „Präsidenten der Herzen“,

zwar erst im 2. Anlauf und mit Hilfe ausgerechnet eines „Dummen Jungen Streiches“ der diesem wohl noch bitter aufstoßen wird, aber immerhin in schöner Einmütigkeit aller „demokratischen“ Parteien.
Was wiegt da schon der „kleine Lapsus“, das zumindest eine demokratische Partei nicht geladen war, vielleicht gar nicht mal so schlecht für die LiNKE, denn manchmal erinnern sich Bürger auch an schlechtes Benehmen.

Diese Republik der Juristen und Prediger hat, nach vielen Irrungen und Wirrungen, nun das was sie wollte und braucht, einen Mann der neuen Mitte, dem man eines nicht absprechen kann, das sichere Gespür dafür wann er was zu sagen hat.

Ein Mann der dem Volk, soweit es relevant ist, „aufs Maul schaut“ und dann, mit einer kaum spürbaren Zeitverzögerung das sagt, was die „Mehrheit“ denkt.

Ein Mann der sich nie zu früh, aber immer zur rechten Zeit entschieden hat. Der immer die den Widerstand wollte, ihm aber nie angehört hat. Der Veränderung wollte und zum rechten Zeitpunkt „unbelastet“ zur Verfügung stand, denn Revolutionäre braucht man, aber man liebt sie nicht, bestenfalls posthum oder weit entfernt, so jedenfalls in dieser Republik der Juristen und Prediger.

Das ist das exakte Ebenbild dieser Generationen der Angepassten und Strebsamen, immer auf der Suche dem persönlichen CW-Wert im Mainstream noch einen Hauch von intelligenter Individualität zu verleihen.

Einen „kleinen“ Schatten auf diese nahezu unbefleckte Empfängnis werfen dabei unbedachte oder unbekümmerte Äußerungen gegenüber ihm unverständlichen Minderheiten (occupy) oder die spöttische „Erfahrung“, dass verstaatlichte Banken es auch nicht bringen. Ebenso wie die Mitgliedschaften in neoliberalen Zirkeln a la Atlantikbrücke, Deutsche Nationalstiftung und Studienzentrum Weikersheim.

Auch die Nähe zu Schröder, Sarrazin und schlimmerem sowie deren Positionen – Agenda 2010, Rassismus, notwendige Kriegseinsätze, Atomausstieg, etc. pp. kennzeichnen seinen Standpunkt.

Gauck ist ein Prototyp dieser Berufe die sich stets auf das geltende Recht und Gesetze, einerseits (ihres) Gottes andererseits der Menschen, berufen, dabei aber, von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, nicht den Gehalt, das Wesen dieser Gesetze repräsentieren.

In diesem Sinne wird er sicher ein guter Präsident in diesem faulen Kastenwesen, das sich derzeit mit dieser einmütigen Wahl und der Betonung der vorherigen „Miss“wahl – wir sind nicht wie Wulff, äußerlich zu reinigen sucht.
Die täglichen Meldungen in hunderten Medien und die Erfahrungen ungezählter Bürger hinsichtlich Korruption, Privilegien und schamloser Willkür zeigen eine andere Welt – diese Kaste ist weitaus schlimmer als ein Wulff je sein könnte.

Doch was zählt das schon angesichts der geballten Macht der Mainstreammedien die die Spitze des Eisbergs abgesägt haben und damit vorgaukeln dieser existiere nun nicht mehr sowie bereits jetzt aus einem sehr späten Bürgerrechtler einen „Helden der Revolution“ und auch damit einen Präsidenten der aufrechten Herzen machen.

Liebe Mitbürger, es ist angerichtet – wohl bekomm´s

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(benötigt)

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