Feb 122014
 

Es gibt Zeiten da kann man sich nur wundern, wie geduldig doch „Papier“ – besser die Lesenden, sein kann/können. Was noch mehr wundert? 😉 ist die Tatsache, dass offensichtlich weder die Masse als solche noch der heftige Gebrauch von „google“, „wikipedia“ und sonstigem „ad hoc“-Wissen zu qualitativ besserem Lesen geschweige denn „besseren“ Lesern führt.
Ähnliches gilt auch für die Schreiber, Abschreiber und Ababschreiber, denn nur so ist eine derartige Überschrift mit dem entsprechenden Inhalt zu erklären.
Katja Kipping von der „LiNKEn“ stellte tatsächlich diese Frage in Form einer kleinen Anfrage an das Arbeitsministerium und erhielt die entsprechende Antwort. Peinlich, peinlich, denn bereits die Fragestellung läßt offensichtlich den Artikel 13 des Grundgesetzes völlig außen vor.
Daher jetzt noch mal zum Mitschreiben für Kipping und Co. – (1) Die Wohnung ist unverletzlich.
Nur bei Gefahr im Verzuge oder auf ausdrückliche, richterliche Anordnung darf dieser Grundsatz durchbrochen werden. Mit anderen Worten nur der Wohnungsinhaber darf über den Aufenthalt in seiner Wohnung bestimmen.  Es ist völlig unerheblich was dazu ein Arbeitsministerium, ein Jobcenter, ein Sozialgericht oder eine stellvertretende Parteivorsitzende meint. Basta!

Hier wurde mal wieder die Kategorie „gut gemeint“ bedient und darum müssen die, über deren Köpfe hinweg aber in deren Namen solch ein Schwachsinn geschieht, auch noch dankbar sein? Nun, ich denke nicht, denn entweder lernen diese ungebetenen „Fürsprecher“, btw. dazu gehören auch Bücher schreibende ehemalige Jobcenter/ARGE-Mitarbeiter, ihre Lektionen oder halten die Klappe.
Nahezu noch schlimmer ist allerdings, dass diese unsinnige Meldung tatsächlich über „gegen-hartz“ und „tacheles“ verbreitet wurde, die ansonsten ja vernünftig arbeiten.

Als grober Handlungsrahmen für konkrete Hausbesuche, die ohnehin nur in einem ganz engen Rahmen in dem Sinne zulässig sind, als daraus eine Leistungsversagung erwachsen könnte, keinesfalls jedoch eine Sanktion, mag folgende Anleitung dienen.
Es steht im Belieben des Wohnungsinhabers,
1. ob er unangemeldete „Besucher“ willkommen heißt oder ihnen die Tür weist,
2. in welcher Zahl er Besucher empfängt,
3. wieviel Gäste/Zeugen/Beistände sich in seiner Wohnung aufhalten.

Sollte der Wohnungsinhaber den Besuch genehmigen, haben amtliche Besucher folgendes vorzulegen,
1. einen plausiblen Grund,
2. einen amtlichen Lichtbildausweis,
3. eine schriftliche Belehrung über den Grund des „Besuches“ und die Verfahrensweise, z.B. Untersuchungsgegenstände und verbindliche Aushändigung eines Protokolls.

Es versteht sich von selbst, dass die Besucher sich stets als solche zu verhalten haben, d.h. selbständige Handlungen wie z.B. Öffnen von Türen oder Schränken sowie fotografieren sind ihnen strikt untersagt.

 

 

 

 

 

 

  2 Responses to “Recht auf Beistand bei Hausbesuch?!”

Comments (2)
  1.  

    zwar habe ich einiges schon gewusst, doch so genau doch wieder nicht. danke für Deine Info.
    Zum Artikel: Ein Armutszeugnis, welches sich sogenannte Volksvertreter ausstellen (oder steckt da Anderes, wie zB Besänftigung der Bedürftigen durch Scheinrevoluzzertum bei gleichzeitiger Anbiederung an (evtl auch zukünftig realisierbare) parteipolitische Mit-Verarschung dahinter?).
    Wir lassen uns von Niemandem etwas vormachen, deshalb: Weiter so!
    Karl

  2.  

    also ich (gebranntes kind) empfehle nur eines : auf gar keinen fall reinlassen, basta !!!!!!! keine diskusion,
    gar nicht`s !!!!!!! soweit mein prakzischer tip. mehr braucht es nicht

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(benötigt)

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