Jan 282014
 

kennt ihr noch die markigen Worte zur Einführung des SGB II (Hartz4), „…es solle niemandem schlechter gehen…“, „…Zwangsumzüge wird es nicht geben…“,  „…Hilfe aus einer Hand verbessert die Lage der Erwerbslosen…“.
So und ähnlich tönte es landauf, landab, nicht nur aus (unberufenem) Politikermund sondern heute noch pressen Geschäftsführer der Jobcenter dies bei jeder sich bietenden Gelegenheit in entsprechenden Meldungen heraus, selbst nach unzähligen verlorenen Widersprüchen und Klagen.

Der Faktencheck sieht, wie üblich, völlig anders aus. Abgesehen von massiven Zugangsverhinderungen, die Bürgerrechte mit Füßen treten, unzulänglicher Beratung i.V.m. falschen Bescheiden und Nichtgewährung/Ablehnung offensichtlicher Ansprüche, fehlt es vor Allem an einem, einer sachgerechten Hilfe nicht nur in extremen Lebenslagen.
Dabei gibt es dafür durchaus Instrumente – diverse Kooperationsvereinbarungen mit spezialisierten Helfern, z.B. Schuldnerberatung oder Mieterverein.
Doch was nützt das, wenn Jobcentermitarbeiter entweder unfähig oder, vielleicht sogar auf Anweisung?, unwillig sind diese Hilfen umzusetzen und selbst nach Aufforderung dies über Wochen verweigern oder unterlassen.
Wenn selbst verabredete Überweisungen an Energielieferanten einfach nicht ausgeführt werden. Wenn sie, ob unfähig oder unwillig ist hierbei nachrangig, selbst einfachste Hilfestellungen verweigern und dies im Nachhinein mit „Koordinierungsproblemen“ und „Problemen in der Übergangsphase“ zu kaschieren suchen. Denn selbstverständlich haben wir, anders als der Pressesprecher behauptet, natürlich die Servicestelle kontaktiert. Doch auch dort das gleiche Bild – Unfähigkeit gepaart mit Unwillen, die übelste aller denkbaren Möglichkeiten.
Fakt ist, hätten wir nicht in letzter Sekunde massiv eingegriffen, hätte der Betroffene jetzt bereits keinen Strom und keine Heizung mehr und würde bereits „auf der Straße“ stehen.
Wohltuend und sicher auch hilfreich waren dabei andere Beteiligte – offizielle Stellen außerhalb des Jobcenters, nicht zuletzt der beiliegende Zeitungsartikel.

Fazit – ein Einzelfall? Falsch, denn mal abgesehen von den alltäglichen „Schweinereien“, die zum Teil – aber eben nur zum Teil, vom SGB II vorgegeben sind, sind die Jobcenter personell und organisatorisch nicht in der Lage bzw. auftragsgemäß nicht willens, dem postulierten Anspruch tatsächlicher Hilfe gerecht zu werden, dazu fehlt es nicht nur an fachlichem und sachlichem Wissen und Können sondern vor allem an Empathie.

 

  One Response to “Unterlassene Hilfe ff. Stromsperre”

Comments (1)
  1.  

    eine höchst traurige, alltäglich weltweite, seit menschen geDENKEN praktizierte, gesellschaftlich
    akzeptiert und erduldete form des mitEINANDER umGEHENS ; ziviliSATIONIERT

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(benötigt)

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